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26.11.2011

WE Reform in Reichweite

Sensationelle Neuigkeiten von der WE-Front sind Grund genug trotz knappem Zeitbudget wieder einmal ein Posting auf die interessierte Kollegenschaft loszulassen.

Heute erreicht mich ein Email unseres Präsidenten mit freudigem Inhalt:
Mail des Präsidenten
"Der Sozialausschuss des Nationalrates hat sich in einem sog. "Entschliessungsantrag" politisch zum Ziel einer Überführung bekannt!"
Wortlaut Entschliessungsantrag
Der Beschluss fiel im Übrigen einstimmig durch Vertreter_innen aller 5 Parteien des Nationalrates. Die Zustimmung des Nationalratsplenums sollte also reine Formsache sein. Was danach kommt, darüber können wir dzt. nur spekulieren. Das Feintuning wird noch einiges an Zeit verschlingen, da gilt es noch ein paar Hürden zu nehmen. Von Kammerseite wurde jedenfalls ein Projektfahrplan vorgelegt, den ich aber nicht veröffentlichen werde, um nicht falsche Hoffnungen zu wecken. Die Uhren der Behörden laufen mit Sicherheit nicht synchron mit unseren Vorstellungen :D

Ein Anfang ist gemacht.



19.03.2011

Arbeitsgespräch LR Rüdisser - 02.03.2011

Nach dem offiziellen Antrittsbesuch beim Landeshauptmann (siehe Bericht) kamen wir für ein kurzes Gespräch auch mit Landesrat Rüdisser zusammen. "Wir", das sind meine Wenigkeit, Anton Nachbauer und Josef Fink.

Grundsätzlich ging es um eine Vertiefung der Themen Raumordnungsnovelle und Wohnbauförderung. Mit anwesend war auch der zust. Abteilungsvorstand der Wohnbauförderung Mag. Lothar Hinteregger. Eine Stunde ist nicht lang, aber einiges konnten wir deutlich ansprechen:
  • Raumordnung - Kritik am Beirat, auch im Sinne eines vermutlich ausufernden Verwaltungsaufwandes
  • Förderung soz. Wohnbau - Auflockerung versch. Kriterien notwendig, insbesondere die Komplexität und Genauigkeit der Energieberechnungen muss reduziert werden (macht wenig Sinn, auf 5 Kommastellen alles zu berechnen, wenn der Nutzereinfluss ein Vielfaches an Unschärfe bringt)
  • Vereinheitlichung der Flächen- und Volumenberechnungen (1 Berechnungsnorm sollte reichen)
  • Architekturwettbewerbe verpflichtend ab 15 geförderten Wohneinheiten (wird noch eine Weile dauern, aber Interesse diesbezüglich scheint da zu sein)
  • LEK Wert statt Heizwärmebedarf pro m2 als Basis für Energiekennwerte (wird bei gewerblichen Bauten derzeit eingeführt, Wohnbau etc. wird noch eine Weile warten müssen)


Schwer zu bewerten, ob und wie wir es schaffen, diese Themen "an den Mann" zu bringen. LR Rüdisser war ausnehmend freundlich, gut informiert und was das Förderdilemma betrifft (mehr Förderung bringt keine besseren Preise) sehr abgeklärt und realistisch. Jedenfalls werden wir weiterhin auf jeder Ebene versuchen, unsere Interessen zu artikulieren. Steter Tropfen höhlt den Stein - andere Institutionen sind vielleicht mit mehr Power gesegnet, aber verstecken müssen wir uns mit Sicherheit nicht.

Der nächste derartige Termin wird übrigens in Richtung Wirtschaftskammer zielen. Hauptpunkt dürfte unsere Konkurrenz-Situation mit den Baumeistern sein - gerade auch mit Blick auf die steigenden Zahlen von Architekturabsolvent_innen mit Baumeister-Lizenz müssen wir den Kontakt intensivieren.

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Nachtrag zum LEK-Wert:
Tabelle über die unterschiedlichen Berechnungsnormen und ihre Vor- bzw. Nachteile, was den Berechnungsaufwand, die Aussagekraft und die Genauigkeit betrifft >>> Diskussionsunterlage.

01.02.2011

Antrittsbesuch Landeshauptmann

Letzte Woche waren wir beim "Antrittsbesuch" im 6. Stock des Landhauses. Themen waren u.A. die Wohnbauförderung und die verbindliche Verknüpfung mit Wettbewerben, der bessere Einbezug der Architektenschaft bei berufsrelevanten Gesetzesänderungen, das Haftungsproblem des österreichischen Unikums der 30jährigen Nachhaftung und last not least die Problematik unseres Pensionssystems. Gerade beim letzten Punkt schien es uns wichtig, dass auch die politische Ebene darüber informiert ist, wenn uns auch bewusst ist, dass es keinesfalls ein Landesthema ist - namedropping ist die Devise: Je mehr Leute darüber Bescheid wissen, desto besser.

Das Gespräch war sehr professionell und auch positiv. Insbesondere die Thematik der Wettbewerbe im geförderten Bereich fiel (unserer bescheidenen Einschätzung nach) auf fruchtbaren Boden. Sausgruber zeigte sich in vielen Bereichen sehr informiert, lediglich bei Detailfragen zur Raumordnungsnovelle z.B. verwies er auf den zuständigen Landesrat Rüdisser (Termin auf Anfrage 10. März).

Bei der Frage nach der Einreichung durch Privatpersonen winkte er sofort ab - kleine Freiheiten sollten erhalten bleiben. Auch gut, wenigstens wissen wir, welches Thema wir derzeit nicht weiter verfolgen müssen.