19.03.2011

Arbeitsgespräch LR Rüdisser - 02.03.2011

Nach dem offiziellen Antrittsbesuch beim Landeshauptmann (siehe Bericht) kamen wir für ein kurzes Gespräch auch mit Landesrat Rüdisser zusammen. "Wir", das sind meine Wenigkeit, Anton Nachbauer und Josef Fink.

Grundsätzlich ging es um eine Vertiefung der Themen Raumordnungsnovelle und Wohnbauförderung. Mit anwesend war auch der zust. Abteilungsvorstand der Wohnbauförderung Mag. Lothar Hinteregger. Eine Stunde ist nicht lang, aber einiges konnten wir deutlich ansprechen:
  • Raumordnung - Kritik am Beirat, auch im Sinne eines vermutlich ausufernden Verwaltungsaufwandes
  • Förderung soz. Wohnbau - Auflockerung versch. Kriterien notwendig, insbesondere die Komplexität und Genauigkeit der Energieberechnungen muss reduziert werden (macht wenig Sinn, auf 5 Kommastellen alles zu berechnen, wenn der Nutzereinfluss ein Vielfaches an Unschärfe bringt)
  • Vereinheitlichung der Flächen- und Volumenberechnungen (1 Berechnungsnorm sollte reichen)
  • Architekturwettbewerbe verpflichtend ab 15 geförderten Wohneinheiten (wird noch eine Weile dauern, aber Interesse diesbezüglich scheint da zu sein)
  • LEK Wert statt Heizwärmebedarf pro m2 als Basis für Energiekennwerte (wird bei gewerblichen Bauten derzeit eingeführt, Wohnbau etc. wird noch eine Weile warten müssen)


Schwer zu bewerten, ob und wie wir es schaffen, diese Themen "an den Mann" zu bringen. LR Rüdisser war ausnehmend freundlich, gut informiert und was das Förderdilemma betrifft (mehr Förderung bringt keine besseren Preise) sehr abgeklärt und realistisch. Jedenfalls werden wir weiterhin auf jeder Ebene versuchen, unsere Interessen zu artikulieren. Steter Tropfen höhlt den Stein - andere Institutionen sind vielleicht mit mehr Power gesegnet, aber verstecken müssen wir uns mit Sicherheit nicht.

Der nächste derartige Termin wird übrigens in Richtung Wirtschaftskammer zielen. Hauptpunkt dürfte unsere Konkurrenz-Situation mit den Baumeistern sein - gerade auch mit Blick auf die steigenden Zahlen von Architekturabsolvent_innen mit Baumeister-Lizenz müssen wir den Kontakt intensivieren.

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Nachtrag zum LEK-Wert:
Tabelle über die unterschiedlichen Berechnungsnormen und ihre Vor- bzw. Nachteile, was den Berechnungsaufwand, die Aussagekraft und die Genauigkeit betrifft >>> Diskussionsunterlage.

18.03.2011

Neuwahl Sektionsvorsitz Architektur 22.02.2011

Aus Vorarlberger Sicht gibt es interessantere Themen, als welcher Tiroler Kollege oder Kollegin der höchste Vertreter der Länderkammer ist. Dennoch möchte ich niemandem vorenthalten, dass der amtierende Sektionsvorsitzende Thomas Moser sein Amt niedergelegt hat und an seiner Stelle nun Kollege Hanno Vogl-Fernheim gewählt wurde.

Wir Vorarlberger (Nachbauer u. Konzet) glänzten übrigens durch Abwesenheit, allerdings nicht ohne unsere Zustimmung im Vorfeld übermittelt zu haben. Für 5 Minuten Wahl nach Innsbruck zu fahren, schien nicht gerade zielführend, insbesondere weil von Seiten der Tiroler Kollegenschaft klar kommuniziert wurde, dass es zu keiner Kampfabstimmung zwischen den beiden konkurrierenden Tiroler Listen kommen würde.

An dieser Stelle möchte ich meinem Kollegen Vogl-Fernheim noch einmal zur Wahl gratulieren und freue mich auf eine weiterhin gute und produktive Zusammenarbeit unserer beider Länder!

17.03.2011

LK T/V Kammervorstand: 14.02.2011

Hauptpunkt waren div. finanzielle Angelegenheiten - was uns direkt betrifft u.a. die Förderung des VAI, welche vorab einmal mit 16.000 € von Seiten des Kammervorstandes genehmigt wurden. Dem Wunsch nach Erhöhung (der im übrigen auch vom "Schwesterninstitut" AUT erhoben wurde) wurde nicht stattgegeben. Konkret bedeutet das, dass eine evtl. Zusatzförderung vom Sektionsvorstand beschlossen werden kann.

Diesbezüglich bitte nicht vergessen: der Kammervorstand hat ein "gemeinsames" Budget für Ausgaben, die sowohl Konsulenten, als auch Architekten zu gleichen Teilen bezahlen. Alles, was nicht gemeinsam gelöst werden kann, muss in den jeweiligen Sektionsbudgets beschlossen werden!

Die Eckdaten der Ausgaben in Listenform:

  • AUT (Architektur u. Tirol): 16.000 €
  • VAI (Vorarlberger Architekturinstitut): 16.000 €
  • Messestand Innsbruck: 20.000 €
  • Messestand Frühjahrsmesse Dornbirn: 20.000 €
  • Sommerfest: 20.000 €
  • ORF-Kooperation (mehrheitl. Konsulenten): 45.000 €

Alles zusammen sind die Ausgaben des variablen Budgeteils zum Großteil ausgeschöpft. Ausser ein paar kleineren Posten wird heuer nicht mehr viel kommen.

Details zu Problemfällen bei der Kammerumlage etc. möchte ich niemandem antun, aber es sei versichert, dass alle Vorstandsmitglieder die jeweilige Situation eines Mitgliedes sehr genau und ernsthaft diskutieren und zumeist eine vernünftige Lösung gefunden werden kann.

Mit den Vorbereitungen zur Kammerklausur darf ich euch auch verschonen - diese wird am 1. April (kein Scherz!) irgendwo in Innsbruck stattfinden.

Der interessanteste Punkt des Tages war noch ein Ausläufer der Gespräche mit der UNI Innsbruck: lt. Präsident Brunnsteiner könnten wir tatsächlich Sponsoren auftreiben, die "uns" ein ganzes INSTITUT (z.B. "Hochbau") finanzieren würden... das klingt jetzt utopisch, aber nach dem 1. April (Klausur) kann ich hoffentlich etwas mehr ins Detail gehen.

16.03.2011

and now to... something completely different


"Ärztinnen und Architekten sind am attraktivsten"

titelt der Standard in einem Artikel zu einer der vermutlich überflüssigsten Studien der Welt, aber bevor ich mich der Berichterstattung zur BAIK-Sitzung vom letzten Freitag widme, möchte ich diese bahnbrechende Erkenntnis niemandem vorenthalten:
Die zehn attraktivsten Männerberufe:
1. Architekt (32%)
2. Arzt (31%)
3. Journalist (28%)
4. Anwalt (28%)
5. Manager (25%)
6. Handwerker (24%)
7. Musiker (19%)
8. Polizist (19%)
9. Pilot (19%)
10. Lehrer (17%) 
Die zehn attraktivsten Frauenberufe:
1. Ärztin (32%)
2. Journalistin (25%)
3. Krankenschwester (25%)
4. Anwältin (24%)
5. Lehrerin (24%)
6. Architektin (23%)
7. Musikerin (22%)
8. Schauspielerin (20%)
9. Model (18%)
10. Managerin (17%)
Einer aufmerksamen Leserin dürfte nicht entgehen, dass die Architektinnen noch ein sattes Potential nach oben haben - jedenfalls gibt der Artikel keine befriedigende Erklärung dafür ab:

"Männer in eher weiblich konnotierten Berufen sind bei Frauen weniger begehrt, während Frauen in diesen Berufen bei Männern sehr gut ankommen. So findet jeder vierte Mann Krankenschwestern attraktiv, während Krankenpfleger nur von sieben Prozent der Frauen als attraktiv empfunden werden."

01.03.2011

OIB Richtlinien - update

Wie wir alle wissen, werden Gesetze in Wien gemacht, in Salzburg gelesen und in Vorarlberg eingehalten :)

Ähnliches gilt auch für die OIB-Richtlinien, die in den meisten Bundesländern überhaupt nicht, oder wenn, dann höchstens teilweise in die jeweilige Landesgesetzgebung übernommen wurden.

Dass dieses kulturelle Verständnis auch Vorteile hat, sei nicht verschwiegen, dadurch fällt z.B. der Einfluss Vorarlbergs auf dieses Regelwerk höher aus, als es uns rein mathematisch nach Bevölkerungsanteil zustehen würde.

Wie auch immer, ich möchte euch einen recht deutlichen Kommentar unseres Tiroler Kollegen Schmidle nicht vorenthalten, der sich in der Überarbeitung der Richtlinien ein paar allgemeine Gedanken gemacht hat - insbesondere über den Zusammenhang zwischen komplexen Richtlinien und den daraus entstehenden Vorteilen für Rechtsanwälte, Versicherungen und industrielle Produzenten...

Kommentar_Schmidle

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